Lea Lu

Dein 3. Album ist da, mit dem Albumtitel «2». Wieso dieser Name? 
Weil das «2» alles auf diesem Album ausdrückt. Ich habe das Album in Flims – eingeschneit bei minus 17 Grad – geschrieben und in Nizza bei 30 Grad am Meer arrangiert und aufgenommen. Dann ist es ein Duoprojekt zwischen mir und Medi, meinem Produzenten aus Nizza. Wir haben alle Instrumente zu zweit eingespielt. Das zwei steht für beide Seiten, die es braucht im Leben, damit es erst richtig spannend und reichhaltig wird.

Bei diesem Album hast du dich entschieden, ein bisschen mehr Elektronik hinein zu bringen, hat das einen bestimmten Grund?
Ja, ich hatte das Bedürfnis neue Klänge in meine Musik hineinfliessen zu lassen. Ich fand die Vielfältigkeit des Klangspektrums der Elektronik enorm inspirierend, vor allem als Gegensatz zu meinen bisher sehr akustischen Kompositionen. Diese Spannweite, die nun durch den Mix dieser beiden Welten entstanden ist, hat mich sehr beflügelt. Auch dafür steht das «2».

Schreibst du all deine Songs selber?
Die Musik schreibe ich ausschliesslich selber, die Texte zum grössten Teil auch, bei einigen Passagen hat David Zincke, ein Singer-Songwriter aus England, mitgeschrieben. Englisch ist nicht meine Muttersprache und da bin ich froh, wenn mir jemand zur Seite steht.

Du warst plötzlich taub für ein halbes Jahr und konntest nichts mehr wahrnehmen, wie bist du damit umgegangen?
Ich habe es akzeptiert, gewartet und versucht, daraus das Beste zu machen, was im Nachhinein das Komponieren von 80 Songs bedeutete.

Woher nahmst du die Energie und den Lebensmut, trotzdem weiter zu machen?
Als Musikerin lebe ich im Moment. Man kann ja sowieso nicht voraussehen, wie und warum sich eine Karriere entwickeln wird. Ich wollte natürlich ein weiteres Album machen. Da hatte ich das Glück, dass mir von meine Plattenfirma alle Zeit der Welt gegeben wurde, um mich zu regenerieren und wieder zu Kräften zu kommen. Ich habe ein grosses Urvertrauen, dass alles so kommt, wie es kommen muss und alles einen Sinn ergibt. Und das war auch so. Ohne den Hörsturz wäre «2» nicht entstanden.

Als 4-jähriges Mädchen wolltest du die Ehefrau von Elvis werden, wie kam das?
Ich hatte ihn im Fernsehen gesehen und war von seiner Stimme und seinem Charme völlig hingerissen. Dort beschloss ich ihn zu heiraten, nur war er da leider schon lange tot. Eine ziemliche Enttäuschung.

Wie stellst du dir deine Zukunft vor?
Ich möchte noch viele weitere Alben machen, auf der ganzen Welt Konzerte spielen und mit anderen Musikern zusammenarbeiten. Auch interessiere ich mich für das Produzieren und für Filmmusik. Dort möchte ich definitiv Fuss fassen.

Welche Pläne hast du noch für dieses Jahr?
Ich gehe das ganze Jahr in der Schweiz auf Tournee. Darauf freue ich mich sehr. Auch möchte ich endlich lernen, Auto zu fahren.

Was hörst du privat für Musik?
Ich höre Beethoven, Mozart, Erik Satie, Gonzales, Feist, Levin Deger, Sarda, Medi, Ray La Montagne, The Whitest Boy Alive, Estrella Morente und Jack Johnson.

Was möchtest du deinen Fans noch mitteilen?
Kauft Musik. Wir Musiker stecken unser ganzes Leben und unsere ganze Zeit in die Produktion von Alben, so dass wir oft neben all dem zeitlich keiner anderen Tätigkeit mehr nachgehen können. Das ist unser Beruf. Das Musikerleben ist zwar schön, das Überleben aber verdammt hart. Kauft unsere Musik, damit wir noch ganz lange weiter Musik für euch machen können.

 

Steckbrief

Homepage: www.lealu.ch

Wohnort: Zürich
Geburtsdatum: 15. Dezember 1984
Sternzeichen: Schütze

Hobbys: Die Musik ist mein Hobby, mein Leben und mein Beruf.
Lebensmotto: Ganz oder gar nicht!

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