Patrik Bernhard

Was hat dich dazu gebracht, Musik zu machen?
Elvis Presley war die Initialzündung, aber Büne Huber und seine Patent Ochsner haben dann 1994 mit ihrem Album «Gmües» den Grossbrand entfacht. Davor hatte ich mich nie ernsthaft mit Songtexten auseinandergesetzt, aber was Büne in diesem Album an Poesie in Verbindung mit Musik vollbracht hatte, war für mich ein absolutes Meisterwerk der Extraklasse. Das wollte ich unbedingt auch ausprobieren. So habe ich angefangen meine eigenen Gedanken in Liedern aufzuschreiben.

Wie lange bist du schon im Musikbusiness?
Seit meinem 23. Lebensjahr bin ich in einer Band. Aber seit meinem 30. Lebensjahr bin ich mit Band und CD «mash.nidvobärn» auch im nationalen Musikbusiness tätig.

Was brauchst du um glücklich zu sein?
Meine Kinder, meine Frau, meine Bandkollegen und Freunde, meine Eltern und Geschwister, meinen Beruf, meine Heimat und gute Musik.

Wie sieht dein Tagesablauf aus?
Der Radiowecker weckt mich gewöhnlich um 6.40 Uhr, dann mache ich mich bereit und trinke einen feinen Nespresso. Danach fahre ich nach Goldau in die Schule, wo ich meine 3./4. Klässler unterrichte. Am Mittag arbeite ich gewöhnlich durch und erledige alles Administrative oder korrigiere die Schülerarbeiten. Am Nachmittag mache ich so gegen fünf/halb sechs Feierabend und fahre nach Hause. Dort erledige ich meine Mail-­Post und esse zusammen mit meiner Familie. Entweder spiele ich dann noch ein wenig mit meinen Kindern, arbeite weiter an meiner Mail-­Post oder fahre wieder nach Goldau, um mit der Band Songs zu schreiben oder zu proben. Manchmal auch alles zusammen.

Hast du jeweils Lampenfieber vor dem Auftritt?
Ich habe vor jedem Konzert Lampenfieber. Mal ist es heftiger, mal weniger. Das gehört ganz einfach dazu wenn man eine Bühne betritt und es wäre ein schlechtes Zeichen, wenn man vor einem Auftritt nicht nervös oder aufgeregt wäre.

Was wäre das Schlimmste, das dir bei einem Auftritt passieren könnte?
Das Schlimmste ist immer, wenn ich bei meinen eigenen Liedern plötzlich nicht mehr weiss, in welcher Strophe ich bin und was ich als nächstes singen muss. Es gibt für mich nichts Peinlicheres und deshalb habe ich immer einen «Spickzettel» mit auf der Bühne. Doch manchmal nützt auch der nichts und man vergisst eine Strophe oder eine Textstelle.

Was war das bisher Grösste in deinem Leben?
Das Grösste in meinem Leben hat absolut nichts mit der Musik zu tun, denn es war die Geburt meines ersten Kindes. Das Zweitgrösste war übrigens die Geburt meines zweiten Kindes. Das drittgrösste das Ja-­Wort meiner Frau.

Bist du abergläubisch?
Ich denke wohl eher nicht. Dennoch glaube ich fest an das mir vorbestimmte Schicksal und an vieles, was sich in unserem Leben nicht mit Bibelversen alleine erklären lässt. Ich glaube auch ganz fest an das Göttliche, das uns nach dem Tod erwartet. Aber ich trage weder Glücksbringer noch andere Amulette bei mir, die mich vor etwas beschützen sollen.

Erinnerst du dich an sehr peinliche Momente im Umgang mit Promis?
Nein, eigentlich nicht. Es ist immer wieder schön wenn man sich trifft und sich dann auch kennt. Einmal war ich an einem Promi-­Anlass in Zürich gerade auf dem Weg zur Herrentoilette als ich eine Horde Fotografen entdeckte, die 5 ehemalige Miss-­Schweiz-­Models, welche Arm in Arm zusammenstanden, fotografierten. Ich stellte mich ganz frech zwischen Amanda Ammann und Lauriane Gilliéron und sagte dem Fotografen, er solle schnell ein Foto machen. «Gesagt – getan». Vermutlich war diese Aktion oberpeinlich, da mich niemand kannte, aber dafür habe ich heute dieses Foto, über das ich mich jedesmal köstlich amüsiere wenn ich es ansehe.

Was schätzt du an der Schweiz am meisten?
Die Schweiz ist für mich das schönste Land der Welt. Überall ist es sauber, die Leute sind zuverlässig und pünktlich. Ausserdem haben wir imposante Berge, klare Seen, Schnee im Winter, Sonne im Sommer, sauberes Wasser, schöne Wege und Strassen, fantastische Wälder, viele Sehenswürdigkeiten, wunderschöne Städte, zauberhafte Dörfer, tolle Musik, unterhaltendes und lehrreiches Fernsehen und saubere Luft. Es ist ganz einfach unglaublich, wie viel Schönes unser kleines Land zu bieten hat.

Was möchtest du deinen Fans noch mitteilen?
Ich möchte allen danken. Und zwar jedem Fan, der in der heutigen Zeit des Free-­Downloadens doch eine meiner CDs gekauft hat, weil er diese Musik gerne hört und/oder ihn meine Texte berührt haben. In dieser unglaublichen Vielfalt an Musik ist es heutzutage nicht mehr leicht, als Musiker überhaupt wahrgenommen zu werden, zu gefallen oder für ein Konzert gebucht zu werden. Ich bedanke mich bei allen, die das immer wieder tun oder bereits getan haben.

 

Steckbrief

Homepage: www.bernhard-band.ch

Wohnort: Brunnen
Geburtsdatum: 19. September 1970
Sternzeichen: Jungfrau

Hobbys: Zeichnen, Musik, Familie
Lebensmotto: Lebe jeden Tag deines Lebens so, als wäre es dein letzter und mache immer alles so, wie du es für richtig hältst.

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